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Zukunft der Arbeit: Massnahmen

Resultate des Plan D Projekts

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Plan D, der Think-Tank der Preisig Gruppe, welche unter anderem aus den beiden Unternehmen F. Preisig AG und Ribi & Blum AG besteht, hat sich mit der Arbeitswelt der Zukunft auseinandergesetzt. In einem Prozess über die vergangenen Monate hat er Vorschläge für Prinzipien, Handlungsfelder und Massnahmen in diesem Bereich erarbeitet. Diese wurden den Mitarbeitenden der Preisig Gruppe vorgestellt und in einer Umfrage konsultiert. Hier möchten wir unsere Massnahmen vorstellen, und die Resultate der Umfrage präsentieren.

Die Arbeit von Plan D ergab Resultate auf drei Ebenen: Prinzipien, Handlungsfelder und konkrete Massnahmen.

Prinzipien

Prinzipien leiten die Arbeit einer Firma und stehen bei der Umsetzung von Massnahmen im Zentrum. Die folgenden drei Prinzipien halten wir für zentral: Unter Agilität oder agilem Arbeiten verstehen wir Prozesse, die Tests, Experimente und Ausprobieren ins Zentrum stellen. Agiles Arbeiten ersetzt nicht Präzision, Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit, sondern ergänzt diese Eigenschaften. Diversität ist ein zentraler Erfolgsfaktor eines Unternehmens. Gelingt es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, können die besseren Resultate erzielt werden. Und: Nur eine Firma mit einer starken Identifikation gegen innen kann auch glaubwürdig ein Image gegen aussen kommunizieren. Wir glauben , dass wir uns stärker mit unseren Firmen identifizieren müssen - über unsere Werte, über unsere Arbeit und über unsere Firmenkultur.

Handlungsfelder und konkrete Massnahmen

Unter Handlungsfeldern verstehen wir Gebiete von Massnahmen, die genauer untersucht werden sollen. Dazu gehören für uns:

- Stärkung des internen Austauschs (z.B. internes soziales Netzwerk)

- Attraktive Arbeitsbedingungen (z.B. Modelle flexibler Arbeit)

- Ständige Analyse der Arbeitsprozesse (z.B. digital statt auf Papier)

- Förderung des unternehmerischen Denkens (z.B. internes Ideenmanagement)

- Teambuilding ausbauen

- Attraktivere Arbeitsplätze

- Stärkung der Weiterbildungsmöglichkeiten

Diesen eher breiten Gebieten, die weiter verfolgt werden sollen, stehen Massnahmen gegenüber, die wir für konkret genug halten, um sie in kurzer Zeit umsetzen zu können:

- Rekrutierung ist neben dem unmittelbaren Bedürfnis von Teams nach Unterstützung auch eine strategische Entscheidung. Deshalb müssen sowohl Profile, als auch Persönlichkeiten rekrutiert werden, die das Unternehmen als ganzes weiterbringen und beispielsweise neue Geschäftsfelder entwickeln können. Rekrutierung soll als laufender Prozess verstanden werden und nicht aus der Not erfolgen. Dazu gehört auch die Präsenz an Hochschulen und eine langfristige Beziehungspflege zu potenziellen BewerberInnen.

- Greifbare gemeinsame Ziele und gemeinsame Werte sind verbindlich, umsetzbar und schaffen Zugehörigkeitsgefühl. In diesem Sinne könnte das Leitbild weiterentwickelt und um einen Code of Conduct ergänzt werden.

- Intern transparent zu machen, woran gearbeitet wird, schafft ein lebendiges Bild der Firma und kann neue Ideen oder Kooperationsmöglichkeiten anstossen. Dies könnte beispielsweise mittels eines Kanban-Boards an zentraler Stelle im Unternehmen (und online) geschehen.

- Stellenausschreibungen sollen stetig attraktiver gestaltet werden. Eine aktive Präsenz auf den Sozialen Medien gehört heute zum Standard der Unternehmenskommunikation.

Umfrage

An einem internen Lunch-Talk wurden diese Ergebnisse vorgestellt und mit den Mitarbeitenden der Preisig-Gruppe diskutiert. Von Seiten Mitarbeitenden wurde vorgeschlagen, auch per Umfrage solche Vorschläge zu testen. Plan D hat dies sofort umgesetzt - an der Umfrage beteiligten sich 35 % der Mitarbeitenden. Im Folgenden präsentieren wir die Ergebnisse in Kurzform:

Den grössten Handlungsbedarf sehen die Mitarbeitenden beim internen Austausch, der gestärkt werden soll. Knapp die Hälfte (48,7 %) hat diesen Punkt hervorgehoben. Dieser Punkt hat auch bei den Frauen höchste Priorität (50 %). Bei den Jungen (bis 30 Jahre) ist er ebenfalls auf der Top-Position – gleichauf mit den Arbeitsprozessen und den Arbeitsbedingungen, die verbessert werden sollen (38,9 %). Betrachtet man nur die Mitarbeitenden von Ribi + Blum, sind Weiterbildungen das wichtigste Thema (44,4 %). Bei den Jungen (27,8 %), bei den Frauen (23 %), sowie über die gesamte Firma hinweg (21,3 %) ist das Thema eher weniger relevant. Insgesamt findet es sich auf dem letzten Platz der Prioritätenliste.

Was die Massnahmen anbelangt, sieht die Mehrheit der Mitarbeitenden (48 %) die strategische Rekrutierung (im Gegensatz zur Rekrutierung in der Not) als wichtigsten Punkt. Knapp dahinter folgen die gemeinsame Ziele und Werte (45,3 %), und das interne Aufzeigen, woran gearbeitet wird (38,7 %). Auch bei den Frauen sind die interne Transparenz, sowie die gemeinsamen Ziele die wichtigsten Punkte – Rekrutierung hat jedoch klar dritte Priorität. Umgekehrt sieht es bei den Jungen aus, hier ist Rekrutierung zentral. Die gemeinsamen Ziele sind auf dem zweiten Platz, während Transparenz abfällt. Bei Ribi + Blum sind Rekrutierung und gemeinsame Ziele auf dem ersten Platz (50%). Auffällig ist, dass die Ausgestaltung der Stellenausschreibungen und die Präsenz in den sozialen Medien durchwegs als nicht besonders wichtig bewertet werden.

Weiteres Vorgehen

In den kommenden Monaten möchten wir die Ergebnisse unserer Arbeit und der Umfrage mit den Geschäftsleitungen der Preisig Gruppe diskutieren. Innert Jahresfrist wollen wir überprüfen ob und wie die von uns vorgeschlagenen Massnahmen angegangen worden sind.

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